1- GRÜNDE

Haare sind lange, keratinhaltige Strukturen. Keratin ist ein reißfestes und Abnutzungsfestes Protein. Auch die Finger- u Fußnägel bestehen aus einer Keratinstruktur. Wie die anderen, im menschlichen Körper befindlichen Proteine, ist auch das Keratin ein großes Molekül, das aus der Verbindung kleiner, Aminosäure genannter Moleküle besteht. Die Aminosäuren reihen sich hintereinander auf und bilden so große Proteine. Der Durchmesser einer einzigen Haarfaser ist je nach Person unterschiedlich und liegt zwischen 0,05 und 0,09 mm. Die Epidermis ist die äußerste Hautschicht. Jede Haarfaser tritt aus einem Schlitz in der Epidermis heraus. Das Haar besteht aus zwei Teilen: Haarwurzel und Haarstamm.

Die Haarwurzel

Saç Kökü

Die Haarfaser wächst aus den Haarwurzeln heraus. Dies ist eine kleine, Teeglasartige Vertiefung, die in der Fettschicht der Kopfhaut vergraben liegt. Der äußerste Teil der Haarwurzel in der Haut wird Haarzwiebel oder Haarknolle genannt. Die Haarzwiebel besteht aus lebendigen und sich stets spaltenden Zellen. Diese Zellen produzieren die zylindrischen, langen, dünnen Haarfasern. In der Haarzwiebel befinden sich zudem Pigmente, die dem Haar seine Farbe verleihen. Diese Pigmente nennt man Melanin und die das Melanin produzierenden Zellen heißen Melanozyt. Es ist auch bekannt, dass sich die Rezeptoren der männlichen Hormone (Androgene) auf den Zellen dieses Bereiches befinden. Im tiefsten Bereich der Haarzwiebel eine Struktur, die dermale Papilla genannt wird und einen Aderstrang aufweist. Diese Konstruktion ist sehr wichtig für die Nährung und das Wachstum der Haare. Jede Haarwurzel ist umgeben von einem inneren und äußeren Wurzelmantel. Dort, wo der äußere Wurzelmantel endet, beginnt die Epidermis. Um die Haarwurzel herum und gleich daneben befinden sich eine Reihe Drüsen. Eines der wichtigsten Drüsen ist die Fettdrüse (Sebase), die das Fett (Sebum) ausscheidet, welches die Haare glättet.

 

Haarstamm

Der Teil des Haares außerhalb der Haut wird Haarstamm genannt. Der Haarstamm oder Haarkörper besteht aus abgestorbenen, in Keratin umgewandelten Zellen, den diese zusammenhaltenden Stoffe und einem gewissen Anteil an Wasser. Diese Struktur ist der Grund dafür, warum jemand beim Haarschnitt keinerlei Schmerzen verspürt.
Der Haarstamm besteht aus drei Schichten. Die innerste Schicht wird Medulla genannt und ist nur bei langen und starken Haaren vorhanden. Der aus Keratinfasern bestehende Kortex stellt die mittlere Schicht dar. Der Kortex ist die Schicht, die der Haarfaser Flexibilität, Widerstandsfähigkeit und Farbe verleiht. Die äußerste Schicht des Haarstamme wird Kutikel genannt. Diese farblose und dünne Schicht besteht aus der sechs bis zehnschichtigen Umhüllung abgestorbener Zellreste und übernimmt den Schutz des Haarkortexes.

Haartypen

Mit der Zeit wachsen am menschlichen Körper verschiedene Haartypen:

Lanugo
Diese Haare treten ab dem 3.Schwangerschaftsmonat auf und fallen kurze Zeit nach der Geburt aus.

Was ist der Haarausfall des männlichen Typs?

Die Haarfollikel stehen unter hormoneller Kontrolle. Dabei sind die Androgene und das Schilddrüsenhormon (Troxin) die wichtigsten Hormone. Während ein Teil der Haarfollikel noch empfindlicher gegenüber Androgene (männliche Hormone) sind, ist ein anderer Teil gegenüber dem Hormon Troxin sensitiv. Der Grund für den Haarausfall des männlichen oder androgenetischen Typs ist der, dass das männliche Hormon Dihydro-Testosteron zur Abschwächung der empfindlichen Haarfollikel führt. Der androgenetische Haarausfall ist nachhaltig und kann, obwohl überwiegend beim männlichen Geschlecht vorhanden, „auch bei Frauen auftreten.“ Dieser genetisch (familiär) bedingte Haarausfall beginnt im Allgemeinen an der Stirn und am Scheitel. Da die Haarfollikel im Nacken und an den Seiten Troxin- empfindlich sind, fallen diese nicht aus.

Was sind die Gründe für pathologischen Haarverlust?

Ob Frau oder Mann, jede Person beklagt sich in einem Teil des Lebens über Haarausfall und stellt sich die besorgniserregende Frage: „Bekomme ich eine Glatze?“ Haarausfall kann viele Gründe haben. Manchmal kann sich darunter auch eine ernsthafte Erkrankung verbergen. Auch kann irgend ein eingenommenes Medikament (Cyclosporin, antitroide Pharmazeutika, Antikoagulanten, krebsbekämpfende Medikamente), radikale Veränderungen der Hormonspiegel (Schilddrüsenkrankheiten, Hypophysenkrankheiten, Diabetes), ernsthafter physischer oder seelischer Stress, Luftverschmutzung, Infektion der behaarten Haut oder Hautkrankheiten (Psoriasis, Ekzem, Lymphom) und Ernährungsstörungen (Protein- und Eisenmangel) zum Haarausfall führen. Nach der Schwangerschaft oder schweren Erkrankungen kann schwerer Haarausfall eintreten, jedoch sind solche Haarausfälle generell vorübergehend.

 

 

 

Warum fallen Haare aus?

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WIE TRANZPLANTIERT MAN HAARE ?

 

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